| Tagebuch unserer EM-Teilnehmer in Kamien-Pomorski Polen [weiter] |
Auf zur EM heißt es für unsere 7 Teilnehmer! www.optiworld.org - IODA Site mit live-Tracking System Samstag 10.Juli 2010: Fein ist unser Bus vom Segelverband, danke, dass wir ihn uns ausleihen konnten. Reini und Bri sind die Fahrer, die Passagiere sind Anna,Stefan,Dani,Jakob und Michi. Beate war ja mit Angelika und Valentina selbst mit dem Auto in Polen. Wir fahren die ganze Nacht.Es waren für Deutschland Temperaturen um die 37 Grad angesagt.Das hatte uns veranlasst in der Nacht zu fahren um Hitzekoller und heisses Stehen im Stau zu vermeiden.Der Plan war gut, ohne besondere Hindernisse, ausser zäher Verkehr im deutschen Eck, kamen wir zu Mittag an den Achensee um dort abzuladen.Vorher trafen wir Karin Hoff in Rosenhei m an der Tankstelle,wo sie Anna und Dani abholte .Alle sind gut zurück! Valentina hat das beste Ergebnis bei einer Europameisterschaft im Optimist geholt, manch anderer sinnt auf Revanche, weil er wegen der Windverhältnisse, mit denen er nicht zurecht kam, nicht sein Können zeigen konnte. Es wird noch Nachbesprechungen von Teamleader und Coach geben. Was können wir besser machen auch wenn wir glaubten, das Beste zu tun. Wir waren jedenfalls mit all unseren Kräften und unserem Herzen dabei. Freitag 09.Juli 2010
Die Vorhersage des heimischen Meterologen erweist sich als absolut zutreffend.Bei dieser Wetterlage-Hitze,blauer Himmel,stabiler Hochdruck-regt sich nix in der Luft.Im Speisesaal des Hotels schon! Jeder Segler,jede Seglerin bereitet sich noch mal wie gewohnt vor.Es wird viel diskutiert,ob es Wind geben wird oder nicht,aber eigentlich resigniert niemand.Für unser Team gibt es schon einen Schrecken.Unsere Top-ten plazierte Valentina ist krank.Wenn es Wettfahrten gibt,wäre sie sehr benachteiligt,wenn nicht,kann sie ihren Platz behalten.Tapfer fährt sie mit uns zum Klub und legt sich dort in den Schatten um noch ein bisschen zu schlafen. Wenn gestartet wird, mobilisiert sie alle ihre Kräfte und will die Plazierung verteidigen. Es geht ihr wirklich nicht gut,sie hat eine ordentliche Magenverstimmung. Das Herz des Teamleaders schlägt für jeden in unserer Gruppe. Die Burschen und Mädchen sollten hier D I E Ergebnisse ihrer Optilaufbahn erreichen können.Was wünscht man sich?Für Valentina keinen Wind,für die anderen eher viel Wind und möglichst noch mindestens zwei Wettfahrten.Jakob spricht es aus:"Ich möchte noch ein sehr gutes Ergebnis einfahren."Reini macht Besprechung, motiviert alle,hat aber nicht den Eindruck jeden ganz zu erreichen.Wir warten,was die Wettfahrtleitung entscheidet.Boote der Wettfahrtleitung fahren hinaus um Wind zu suchen.Da gibt es nichts zu finden.Schliesslich wird um 13 Uhr abgeschossen.Wir packen alles zusammen.Reini und Stefan sind die Chefs und teilen uns ein.Jeder erledigt seine Aufgabe und schon sind die Boote verstaut.Reini und Dani helfen Beate und Angelika ihren Hänger fertig zu machen.Wir fahren zum Hotel zurück.Dort kommen die Kleider in die Taschen und diese schlichten wir ins Auto.Wir beschliessen,gleich nach der Siegerehrung zu fahren.Zuerst gratulieren wir aber alle unserer Valentina zum 8.Platz und feiern sie bei einem Eis,wobei die Arme nur zuschauen kann.Um 23 Uhr starten wir von Kamien Pomorsk amp;lt;script type="> gins/editors/tinymce/jscripts/tiny_mce/themes/advanced/langs/de.js" type="text/javascript"> . Donnerstag 08.Juli 2010 Für den Tag war die Wetterprognose,dass kein Wind kommen würde.So war es dann auch.Kein Lüftchen regte sich im Klub.Warten,warten,warten.....war angesagt.Stefan unterhielt sich angeregt mit den deutschen Freunden. Auch Dani und Michi waren einige Zeit unterwegs und zumindest Dani kam zu dem Schluss,dass er sich leichter unterhalten könnte mit seinen"Zielpersonen",wenn er französisch sprechen würde. Unsere Mädels sind die Meisterinnen im Uno Spielen. Solch öde Stunden kann man sich nur so vertreiben.Der früheste Start war auf 16 Uhr angesetzt,da wäre noch ein Lufthauch zu erwarten,hieß es.Dem war nicht so. In der Lagune Kamien Pomorski ist auch vom Schwimmen abzuraten, das Wasser sieht nicht einladend aus.Die Erde ist hier schwarz,wahrscheinlich der Grund im See auch,darum hat man den Eindruck, auch das Wasser ist schwarz. Morgen ist schon der letzte Tag - schade! Euer Optiteam
Mittwoch 07.Juli 2010 Die Verständigung klappt ja auf englisch mit allen Ländern,die hier sind problemlos.Da kann es schon passieren,dass auch in der internen Unterhaltung einmal der eine oder andere Satz auf englisch fällt.So wie: Der heutige Tag" was a nightmare"! Unsere Segler haben sich sehr aufgeregt über das Revier und die Windverhältnisse.Es war schwer zum Segeln,eine Lotterie, wie gesagt wurde.Der Wind hat unentwegt gedreht.Warst du zuerst am ersten Platz,weil der Wind da war,dann bist du im nächsten Moment verhungert. Da macht sich Frustration breit,dann machst du Fehler,die du normalerweise nicht machst..von einem Abwind in den anderen oder so.....es summiert sich . Trotzdem motivieren wir uns für den nächsten Tag, Reini verliert nie die Balance, hat für alle ein gutes Wort. Euer Optiteam Dienstag 06.Juli 2010 Nach drückender Hitze entlud sich der schwarze Himmel. Es gab die ganze Nacht Regen und endlich genug Wind. Mit dem Wind kam auch die Motivation zurück und wir begannen guter Dinge den Tag. Pünktlich um 12 Uhr startete die erste Gruppe bei Bedingungen, die unserem Team entgegenkommen sollten. Wie wir es von heimischen Seen gewohnt sind war das Wasser flach, nur gab es konstante 5Bft Wind. Erst gegen Ende flaute der Wind etwas ab. Valentina kam mit diesen Bedingungen bestens zurecht, mit den Plätzen 11, 3 und 5 segelt sie sich auf den 5. Gesamtrang nach vorne. Ihre Stärke ist vor allem das lange Aufrechterhalten der Konzentration, vor allem auf der Zielkreuz holt sie immer noch einige Plätze auf. Der Rest der Truppe konnte die gewünschte Leistung leider nicht immer abrufen, was auf einige durchwachsene Starts zurückzuführen ist. Dies wird bei so starken Feldern nicht verziehen. Die abendliche Videoanalyse soll dem entgegenwirken. Einige gute Halbzeitergebnisse (1. Luvtonne) können sich sehen lassen und wir hoffen diese morgen auch ins Ziel bringen zu können. Angelika rettete am Ende des Tages noch ihren Trainer und seinen portugiesischen Kollegen vor der Seeschlange, die sich heimlich ins Boot schlich, sie hat ja genügend Erfahrung mit Schlangen aus dem Neusiedlersee. Voller Motivation blicken wir alle nach vorne, schließlich möchten auch die Burschen zeigen was sie drauf haben. Euer Optiteam
Montag 05. Juli 2010 Wieder sind wir um 8 Uhr aufgestanden. Der Wettbewerbsgedanke hat uns total erfasst, auch Beate ist schon angesteckt. Sie eilt schon viel früher zum Speisesaal, um einen Tisch für das Team zu ergattern. Im Speisesaal gibt es jeden Tag Gedränge, alle Nationen wollen natürlich gleichzeitig losstarten. Wir können aber punkten, genauso wie beim pünktlichen Abfahren zum Club. Leider blieb heute der Wind komplett aus, es konnte keine Wettfahrt geschweige denn ein Startversuch gemacht werden. Wir warteten am Wasser, es blies auch immer eine leichte Brise, doch auf dem dunklen Wasser konnte man davon nichts sehen. Wir fühlten uns fast wie im Golf von Mexiko, Öl wohin das Auge reicht … J Beim anschließenden Slippen hielt die Slipanlage dem Ansturm nicht stand und brach. Um dem Stress aus dem Weg zu gehen gab es für wartende Kids ein Eis direkt aufs Wasser geliefert. (Danke Bri!)
Da bleibt nicht mehr viel übrig als eine UNO Partie nach der anderen zu spielen. Die Burschen hatten mal wieder nur den Ball im Kopf, nicht einmal die deutschen Mädls können die Burschen vom Kicken losreißen, ganz nach dem Prinzip: No wind, no sail, no woman, no cry. Euer Optiteam Sonntag 04.Juli 2010: Wir waren alle gespannt, was der erste Tag uns bringen würde. In dem Bewusstsein,dass Boote und Segler bestens vorbereitet sind, gingen wir mit Selbstbewusstsein an den Wettkampf heran.Letzlich konnten nur 2 Wettfahrten gesegelt werden,da uns bei heißem Wetter mit stechender Sonne der Wind im Stich ließ."Ashore"kann man hier auf einer Riesenleinwand jede Bewegung der Segler draußen verfolgen.Sehr aufregend für Teamleader`s Nerven.Die Performance war sehr zufriedenstellend,Stefan holte sich Platz 10 und Valentina einen Wettfahrtsieg!!! Wow, Frauenpower! Die Protestfrist ging vorbei,kein Protest,kein Frühstart,super.Die Ergebnisse kamen sehr spät schwarz auf weiß gedruckt.Wir warteten diese noch ab und fuhren erst nach Sonnenuntergang vom Klub ins Hotel.Beinahe kamen wir zu spät zum Abendessen. Danach fielen alle ins Bett. Euer Optiteam Samstag 03. Juli 2010: Heute stand das Practice Race am Programm. Um die Organisation zu erleichtern wurde das Feld in gerade und ungerade Segelnummern geteilt, um nacheinander zu starten. Beim ersten Start sollten eigentlich nur die Segler mit gerader Segelnummer starten, doch auch die meisten ungeraden Startnummern entschieden sich für den ersten Sta rt, um das Fußballmatch Deutschland/Argentinien nicht zu verpassen. Die ca. 15 Knoten Wind trugen ebenfalls zu einer schnellen Abwicklung des Races bei. Angelika und Anna testeten vorbildlich die Startlinie (Partnermethode, siehe Regattasegeln – Malte Phillip, S.22) Nichtsdestotrotz war das Practice Race eher als Reviererkundung zu sehen als als richtiges Race. Zitat Stefan: „Sinnlos wie immer“, schließlich ist er schon des öfteren bei internationalen Wettkämpfen dabei gewesen. Das Revier ist strömungsarm, schilfbewachsen, seicht und windig, also ähnlich dem Neusiedlersee, auch die Farbe des Wassers kann locker mithalten ;) Am Abend fand die Eröffnungszeremonie statt, bei der wir uns am Anfang die Füße in die (vollgegessenen) Bäuche standen, und anschließend eine engagierte Tanzshow bewundern durften. Den allerersten T-Shirt Tausch (alte Tradition bei E- und WMs) hatte Valentina mit den Australiern ausverhandelt, Stefan schritt als erster zur Tat und stand plötzlich oben ohne in der Menge, während sich eine junge Französin in sein T-Shirt warf. Jakob und Luca (Serbien) sind schon lange dicke Freunde, wenn die Distanz nicht wäre, wären die zwei wohl ein geniales 420er Team der Zukunft. Dani begutachtet die Showgirls, befindet den nebenanstehenden Hammer Monstertruck aber dann doch für interessanter. Michi, unser Ruhepol, spricht nur am Telefon viel, wenn er angerufen wird. Aber in der Ruhe liegt bekanntlich die Kraft. Wünscht uns Glück für morgen, da geht’s los! Mit vollem Elan werden wir versuchen, von der ersten Minute an voll anzugreifen! Grüße aus dem sonnigen Polen, euer EM Team!
Freitag 02.Juli 2010: In der Früh`müssen wir Dani`s Boot noch von der Reparatur holen.Zur Verstärkung der Befestigung fürs Ruder hatte er ein Metallteil innen im Heck Morgen bestreiten wir das Practicerace ! Euer Optiteam Donnerstag 01.Juli 2010: Heute war die Vermessung angesetzt.Um 12:00 sollten wir dran sein.Leider wurde daraus nichts,da in der Vermessungshalle die Feuerwehr erst ausgeronnenes Öl beseitigen musste.Wir genehmigten uns während der Wartezeit ein Mittagessen.Endlich ging die Sache voran.Die Vermesser bemühten sich redlich ihre Arbeit so rasch als möglich zu erledigen.Valentina und D ani mussten ihre Stickers entfernen,Dani muss ausserdem am Heck die Ruderaufhängung reparieren.Beschriftungen auf den Booten sind zwar hübsch aber in den Augen der Vermesser nicht erlaubt und müssen unter Einsatz aller möglichen Fingernägel entfernt werden.Auf Grund dieser Verzögerungen ging uns schliesslich der Wind aus.Unserem Bewegungsdrang tat dies keinen Abbruch:wir frönten verschiedensten Ballsportarten und Frisbee am Strand.Die kulinarische Seite haben unsere zwei älteren Mädchen übernommen und verwöhnten uns mit Pizza und Pudding.Bis zum Abwinken,sprich Sonnenuntergang wurde dann noch gekickt,gepritscht und GEBAGGERT.Mit Erfolg!!Wir freuen uns auf morgen,unserem freien Tag und den Ausflug ins Wikingerdorf. Euer Optiteam
Mittwoch 30. Juni 2010: Nach einem langen Schlaf und mit einem guten Frühstück im Magen fuhren wir zum Klub. Daniel erprobte ein neues J-segel welches er nach dem Training gleich kaufte. Während Angelika wieder das Bett hüten musste fuhren wir bei wesentlich stärkerem Wind hinaus. Stefan musste das Training wegen Knieschmerzen frühzeitig abbrechen. Durchkentern ist nicht sehr effektiv, da da s Wasser gleich "tief(braun)" wie der Neusiedlersee ist! Am Wasser lieferte sich der Rest einige Races mit anderen Nationen: Frankreich, Monaco, Schweiz. Am Abend konnten wir beim Kicken die Brasilianer in die Knie zwingen! Die Mädels betrieben im Nachbarort Sightseeing und suchten vergeblich schöne Geschäfte. euer Optiteam Dienstag, 29. Juni 2010: Nach einer ereignislosen Fahrt von 13 Stunden ist der Rest vom Team in Kamien-Pomorski angekommen. Beate, Valentin a und Angelika waren ja schon da! Gleich begaben wir uns in den Klub und bauten die Boote auf. Dann gings ins Hotel wo wir die Taschen abluden und etwas Sonntag, 27. Juni 2010 : Angelika und Valentina haben die Reise in den Norden bereits angetreten. Der Rest startet am Montag. Ab Dienstag wird das Revier ausgekundschaftet und trainiert. Offizieller Start der EM ist am 2. Juli. Montag, 28. Juni 2010:
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